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Aus Estradam
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Lage

Estradam liegt auf dem Kontinent Dria zwischen den Ländern Midhgul, Wasal, Vim und Kathegolien. Im Nordosten wird es vom Hiltrah-Binnenmeer begrenzt, im Osten von der keilförmigen zentralen Südpassage, welche eigentlich die ganze Küste ausmacht. Jenseits dieser Meerenge, die am Ostufer zu Hiltrah führt, befindet sich die unerschlossene Halbinsel Norok, dazwischen die Insel Lil (zu Kathegolien). Politisch lose mit Estradam assoziiert ist die Insel Silnatta, welche südlich von Lil am Delta der Meerenge liegt.

Klima

Estradam gehört vollständig zur gemäßigten Klimazone Drias im Bereich der Westwindzone und befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem maritimen Klima in Westdria und dem kontinentalen Klima in Ostdria. Das Klima in Estradam wird unter anderem von dem Küstenstrom beeinflusst, der das durchschnittliche Temperaturniveau für die Breitenlage ungewöhnlich hoch gestaltet.

Die mittlere Jahresdurchschnittstemperatur beträgt im Gebietsmittel 8,2 °C, die mittleren Monatsdurchschnittstemperaturen liegen zwischen −0,5 °C im Æstar und 16,9 °C im Syptar. Der mittlere jährliche Niederschlag beträgt 789 Millimeter. Die mittlere monatliche Niederschlagshöhe liegt zwischen 49 Millimeter im Sfaytar und 85 Millimeter im Sæstar.

Flora und Fauna

Zusammenfassung

Neben dem üblichen Haus- und Hofgetier sind Wölfe und Bären zu nennen. Ausgesprochen selten sind Kragenbär und Okelparde. Das Eichohrkatz ist auch hier ausgestorben.

Estradamische Flora

Estradamische Fauna

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Obwohl die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Marken zum Teil stark gegenläufig ist, kann der Stand als durchweg stabil bezeichnet werden.

Sprachen

Im Allgemeinem hat sich das Hoch-Drianisch durchgesetzt, obwohl in einigen Marken noch der typische Dialekt hier und da mit einfließt.

Minderheiten

99 % der Estradamer meinen, noch nie einem Elb, Zwerg oder anderem Vertreter humanoider nichtmenschlicher Völker über den Weg gelaufen zu sein. Estradamer Zwerge werden als kleine Menschenrassen angesehen. Die Estradamer sind eher abergläubisch und fürchten die unbekannten Völker. Abgesehen von einer eher unterschwelligen Furcht vor dem Fremden sind die Estradamer allerdings nicht besonders fremdenfeindlich eingestellt.


Einwanderung

Religionen und Weltanschauungen

Vorherrschend ist der Götterglaube an Othar und Salthar, häufig auf recht volkstümlichen, niederem Niveau. Gerade auf dem Lande (also fast überall) herrscht ein starker Aberglaube an bzw. Furcht vor “dem schönen Volk”, Feen sowie Geistern und Magie (siehe unten) vor.

Gerade durch die Vereinigung Estradams durch den gläubigen Estradamus hat die Othar und Salthar-Religion eine sehr starke Prägung der Bevölkerung hinterlassen, die noch heute Frauen und Männer religiös typische Berufe erwählen lässt.

Größte Städte

Geschichte

Gründungsgeschichte

Ursprünglich bestand Estradam aus vier eigenständigen Ländern, den heutigen Marken (siehe Kimbri, Natavern, Silthar oder Pré). Sie wurden 433 Phasfa von Estradamus nach einem 12 Ionde währenden Krieg, der teils auf Grenzstreitigkeiten, teils auf religiösen Differenzen beruhte, vereinigt.

Die Zeit des Estradamus

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten blühte das neue Reich (“Vierfürstenreich”), das zu Ehren des Estradamus schließlich Estradam genannt wurde, auf. Die Zeit des Estradamus endet mit dem Grenzkrieg.


Neuzeit

Die Zeit vom Grenzkrieg bis zur Gegenwart.


Politik

Staatsgründung

Estradam ist ein Zusammenschluss aus den vier ehemals unabhängigen Fürstentümern (Mark Kimbri / Kimbrische Mark; Fürstentum Natavern; Pré-Land und Silthar) die im Iond 434 Ph von Estradamus zu einem Staatenbund zusammengeschlossen wurden. Die vier Fürstenhäuser verfügen jeweils über ein ähnliches Machtpotential und sind mittlerweile untereinander eng verwandt.


Regierungssystem

Das momentan aktive Regierungssystem ist am ehesten dem Feudalismus zu zuordnen.

Innerhalb der einzelnen Fürstentümer obliegt die Regierung den Fürsten, nach außen hin wird Estradam von jeweils einem Fürsten, dem Finar, vertreten. Der Finar wird für jeweils vier Ionde gewählt. Neben der Vertretung nach außen ist der Finar auch Vorsitzender der Fürstekonziles in Silthar und oberster Kriegsherr. Bislang gab es keinerlei Probleme mit dem System, die Fürsten fügen sich diesen Regeln gerne, da die Machtverhältnisse bislang sehr ausgeglichen sind.

Den Fürsten unterstehen jeweils direkt die Ritter (Sonderstellung) und Barone.

Die einzelnen Weiler und Dörfer liegen unter der Aufsicht des jeweiligen Landesherrn, d.h. des lokalen Ritters oder Barons. Ferner existiert in fast allen Dörfern eine Art Ältestenrat der die Dorfinterna regelt, während der Ritter für Steuer- und Rechtsfragen die Regelungen trifft.


Provinzen

Estradam besteht aus den Marken

Außen- und Sicherheitspolitik

Zur Zeit wird nur vorsichtig nach Aussen Kontakt aufgenommen, da die interne Lage sehr viel Aufmerksamkeit erfordert.


Recht

Frondienst

Sklaverei ist verboten, aber es gibt Frondienst (meist als Abgeltung nach einer Strafe).


Drogen und Alkohol

Es gibt ein Werk über die Kräuter und Substanzen, die gildenpflichtig sind. Es gibt also bedingt Substanzen, die als illegal eingestuft sind, aber meist nur einen (extrem) schädlichen Einfluss auf den Menschen haben. Alkohol- und Drogen-Sucht wird eher als “persönliche Schwäche” angesehen, und solange der Süchtige keine anderen Straftaten begeht, ist dies zulässig (außer, dass er beim Pöbeln in den Kerker geworfen werden kann, bis er wieder nüchtern ist).


Strafsystem

  • Geringe Straftaten sind meist mit Geld und/oder Kerker abzuleisten, oder es wird Frondienst verordnet.
  • Mittlere Straftaten werden auf jeden Fall recht hart bestraft; es drohen hohe Summen, lange Haft und in einigen Fällen sogar der Tod.


Kompetenzen der Rechtsprechung

Geringe Taten darf der Ritter/Dorfvorstand ahnden, mittlere brauchen einen Baron/Bürgermeister und große einen Grafen; üblicherweise den, in dessen Mark die Tat verübt wurde.

Da niemand von den Fürsten verlangen wird, durch die Gegend zu reisen, gibt es so genannte Justikare, die im Namen des Fürsten/Finars Recht sprechen dürfen. Meist sind die Rechte des Justikars aber beschnitten, er darf nicht uneingeschränkt Recht sprechen.


Ordnungsbehörden

Die Ordnung wird von Stadtwachen, Justikaren, Rittern und in besonderen Fällen der Schwarzen Garde Aufrechterhalten. Die verschiedenen Kampfschulen haben hingegen keinen Behördenstatus und sind somit nicht als Obrigkeit handlungsbevollmächtigt.


Militär

Die militärische Schlagkraft Estradams wird nicht offiziell bekanntgegeben.


Bekannte militärische Gruppen

Währung

Wie ansonsten auf Dria ist die übliche Währung der Driar in seinen vier Erscheinungsformen, die jeweils 1:10 umgerechnet werden:

Sonne (Gold) - Sterne (Silber) - Heller (Kupfer) - Steyn (Stein)

Also sind 1 Sonne = 10 Sterne = 100 Heller = 1000 Steyn

Als zusätzliche nationale Währung gibt es den Kroneichler, den Gulden, den Silberling, sowie den Beteling:

1 Kroneich = 1 Sonne
1 Gulden = 1 Sonne
1 Silberling = 1 Stern
1 Beteling = 2 Heller

Wirtschaft

Handel

Man unterscheidet zwischen lokalem Handel, Wegehandel und Seehandel. Letzterer ist in Kimbri mangels Küste nicht möglich. Die beiden großen Häfen von Natavern und Pré treiben Seehandel mit benachbarten Ländern, aber natürlich auch untereinander sowie mit Silthar.

Wegehandel findet zwischen allen Marken sowie mit jenen umliegenden Ländern statt, bei denen Seehandel nicht möglich oder zu langwierig sein würde. Es gibt große befestigte Handelsstraßen nach Gortehaard (Midhgul), Misma (Vim) und Somitrah (Kathegolien).

Lokalen Handel findet man in jedem Ort. Bestimmte Güter sind jedoch in den Erzeugerprovinzen günstiger, wie etwa Fleisch, Milch und Korn in Pré oder Rüstungen und Waffen in Kimbri und Silthar. Manche Güter gibt es nur an wenigen Orten. Die Handelsgilde hat zum Beispiel Kimbri ein Monopol auf kimbrisches Wasser zugestanden.


Preise in Estradam

Die Preisgestaltung gleicht im Großteil der von ganz Dria. Exemplarisch kann diese Preisliste angesehen werden.


Reisen

Landwirtschaft

Während in Estradam in vielerlei Hinsicht ein Nord-Süd-Gefälle besteht, ist dies bei der Landwirtschaft umgekehrt: der flache und sonnige Süden bietet viel Raum für Kornfelder und Viehzucht. Damit ist Pré die Provinz mit der besten Bodennutzung und den größten Viehbeständen. In Silthar ist es etwas mehr hügelig, außerdem belegt das Knochenmoor einen nennenswerten Flächenbestandteil, der nicht zur Versorgung der Bevölkerung genutzt werden kann. Natavern hat wiederum weniger Fläche als die anderen Provinzen, und in Kimbri ist es zum Teil wegen der Berg nahe Lage so steinig, dass man in einigen Bereichen weder etwas anbauen noch genug Gras für Weiden finden kann.


Kultur

Gesellschaft

Die gesellschaftliche Konvention, dass Frauen keine Waffen zu führen haben, lässt sich noch auf die vor-estradamische Zeit zurückführen. Dort resultierte es aus dem Gedanken, dass man Frauen vor den Gefahren jeglichen Kampfes zu schützen hatte. Und da bewaffnete Personen als grundsätzlich wehrfähig galten - weshalb sollten sie sonst eine Waffe führen - bestand in jenen unsicheren Zeiten, die durch Grenz- und Religionskriege geprägt waren, durchaus jederzeit die Gefahr, sich gegen Feinde zur Wehr setzen zu müssen. Nur wer keine Waffe führte, war offensichtlich Zivilist und stand damit nicht im direkten Augenmerk des Kampfgeschehens. Doch auch dies half nicht immer. Zeitgenössische Berichte beschreiben in harten Worten, wie in Scharmützeln bisweilen auch Frauen, Alte und Kinder in Mitleidenschaft gezogen wurden. Jene Konvention also, einst also rein zum Schutze der Frauen ersonnen, treibt heutzutage mitunter seltsame Blüten, wie sich am Beispiel von Bjerull zeigt.

Als eine Art Gegengewicht hat sich bei den Frauen eine hohe Affinität zur Bildung und zum Handel entwickelt. Die Handelsgilde, bezeichnenderweise auch als Händlerinnengilde bekannt, wird zum großen Teil von Frauen geleitet.


Künste

Literatur

Geschichte

Die estradamische Literatur unterlag im Laufe der letzten Jahrhunderte verschiedenen Schwankungen. Zunächst einmal verläuft ihre Erstellung - wie zu erwarten war - analog der Entwicklung der Verbreitung von Bildung. Adlige und hochgestellte Frauen, daneben in zunehmender Zahl auch Angehörige religiöser Orden und generell Gelehrte haben seit jeher die Schriftsteller des Landes ausgemacht; das einfache Volk, des Lesens und erst recht des Schreibens unkundig, war von Schriften ausgenommen.

Im Zeitalter Phasfa haben Reisende und das aufkommende Bardentum zu (anfangs geringen) Veränderungen dieser Situation geführt. Die Literatur des frühen Phasfa, anfangs noch unausgereift, entwickelte sich aus amtlichen Niederschriften (Verträge, Preislisten, Tempelbücher usw.) und Notizen von Liedgut auch durch den Zugewinn ausländischer Quellen weiter; letzteres aufgrund der Kosten zunächst nahezu ausschließlich im Bereich des Adels. Leider lässt sich heutzutage nicht mehr viel über die Inhalte der Schriften jener Zeit aussagen, denn die Überlieferungen sind nicht nur äußerst lückenhaft, sondern für das moderne Auge auch nahezu unlesbar. Texte, die einst für so wichtig angesehen wurden, dass man sich die Mühe des Niederschreibens machte, sind heute entweder durch Übertragung in die moderne Sprache gerettet oder aber allenfalls noch dem Historiker, genauer dem altsprachlichen Forscher, verständlich. Vergegenwärtigen wir uns das anhand alter Liedtexte.

Ein klassisches Trinklied ist zum Beispiel “Unter dem Mond im Sfaytar”:

Vorlage:Zitat

Mit Mühe entnimmt man dem Lied, dass es vom kühlen abendlichen Weine und dessen Genuss handelt, der um so größer ist, wenn der Wein gratis ausgeschenkt wird. Doch es bedarf schon eines Sprachforschers, um in die Einzelheiten vorzudringen. Viel ist etwa über das Wortpaar “Nachuld Gefergraus” gerätselt worden, bis man heraus fand, dass damit der nachträgliche Kater gemeint war, der dem übermäßigen Genuß auf dem Fuße folgt. Ausgerechnet in Pré hat sich nämlich die Redewendung “Ich hab einen ganz schönen Gefergraus” als Umschreibung für einen dicken Kopf gehalten. Andere Lieder, etwa Volkenkessen tran hie Schoch oder Luseifan le Wohlie sind wesentlich schwerer zu deuten. Und niemand weiß mehr, was der Ruf Unsrei digricht, auf ihrt sam du! bedeutet. Hier hat die Forschung viel zu spät eingesetzt - hauptsächlich, weil die historische Bedeutung dieses Kulturgutes lange einfach verkannt worden ist. Denn diejenigen, die der bewahrenden Schrift mächtig waren, sahen keinen Nutzen in der Niederlegung bäuerlicher Trinklieder und alltäglicher Redewendungen des Volkes.

Dies änderte sich jedoch, wie gesagt, mit der Zeit durch Reisende und Barden; Konflikte und politische Gegebenheiten führten außerdem zu einem verstärkten Austausch zwischen den Marken, was dem Handel zugute kam. Hier waren es vor allem die Händlerinnen, welche sich die notwendigen Elemente wie Lesen, Schreiben, Rechnen aneigneten, um wirtschaftlich bestehen zu können. Parallel dazu blühte die Gelehrtenkultur auf, insbesondere an den Höfen von Baronen und Grafen. Magier, Forscher, Historiker und etliche andere suchten ihre Kenntnisse von der Welt niederzulegen, beflügelt vom Geist des Estradamus. Rückschlage gab es nur, wenn jene in allfälligen Grenzscharmützeln aus ihren Schreibstuben an die Front berufen wurden, und so mancher kehrte nie von dort zurück.

Die gewiss einschneidendste solcher Schwankungen betrifft die Verdrängung der Gelehrten aus den hochwohlgeborenen Häusern des Adels in das Knochenmoor - eine Entwicklung, die sich in den Ionden nach dem Grenzkrieg ergab. Das Misstrauen der Bevölkerung insbesondere gegenüber Magiern führte über gewisse Erschwernisse der Arbeit bis hin zu ausgewachsenen “Hexenjagden”. Damit riß die Kontinuität der Entwicklung der Literatur, vor allem der wissenschaftlichen Zweige, jäh ab, und entsprechende Werke, die man heute vorfindet, stammen noch überwiegend aus der Zeit vor diesen Geschehnissen.


Gegenwart

Tatsächlich hat sich seitdem ein eigener Zweig der Literatur entwickelt:

Daneben stehen allgemeine Werke, von denen hier einige, in gewissen Kreisen populäre, Bücher aufgelistet sind:


Inhalte

Sachtexte überwiegen, wenn es auch in Silthar und vor allem Kimbri inzwischen auch verstärkt erzählende Texte gibt.

Bildende Kunst

Besonders in Kimbri und Natavern zum verzieren und Schmücken geschätzt, erlebt die bildende Kunst in Estradam gerade einen Aufschwung.


Architektur

Oftmals ist der Wunsch nach Schutz und Stabilität dem ästhetischen vorgezogen worden. Dennoch gibt es einige bemerkenswerte Bauten in den Hauptstädten.


Musik

Ein maßgeblicher Bestandteil der Kultur von Estradam ist natürlich die Musik.

Sie umfasst

  • Sprechgesang in Form von eigentümlich anmutenden Texten aus längst vergangenen Tagen
  • vertonte klassische Minnelyrik
  • höfische Tanzlieder
  • traditionelles Volksliedgut
  • überlieferte kymbarische Ritengesänge
  • Tavernenlieder / deftige Trinklieder / Sauf- und Gesellenlieder
  • sinnesfrohe beschwingte Volkstänze
  • wilde Vagantenmusik
  • liebliche Lautenklänge und Flötenmelodien

Sie wird dargeboten in Gasthäusern und Tavernen wie auch an Höfen von Baronen und Fürsten. Selbstverständlich wird auch daheim musiziert. Besonders in Kimbri ist man Musik und Tanz zugetan.

Man kann die Musik entsprechend der generellen historischen Aufteilung in drei Zeitbereiche gliedern:

  1. Alte Musik (Zeit der Siedler - Zeit bis Estradamus)
  2. Musik des Umbruchs (Zeit des Estradamus - Grenzkrieg)
  3. Neuzeitliche Musik (nach dem Grenzkrieg)

Zu den Instrumenten gehören Flöten, Rauschpfeifen, Cornamusen, Schreyerpfeife, Nickelharpa, Cistern, Lauten, Harfen, Schalmeien, Gemshörner, Dudelsäcke, Drehleier, Krummhörner, Dulcian, Gitarre, Traversflöte, Leier, Fiedel, Sackpfeifen, Trumscheid und Mandoline, Waldzitter, Zister, Bombarden und allerhand Schlagwerk.


Alte Musik

Nur ein äußerst geringer Anteil der zu jener Zeit erklungenen Musik wurde überhaupt aufgezeichnet. Vieles ist über die Iondeh verloren gegangen - und die Stücke, die überliefert sind, entbehren einen Großteil der für eine Aufführung notwendigen Angaben. Beispielsweise fehlen allen einstimmigen Liedern die Angaben zu möglichen instrumentalen Begleitungen. Häufig ist sogar der Rhythmus der Melodie nicht bekannt.


Musik des Umbruchs

Besonders zu erwähnen ist hier natürlich die Nationalhymne.

Neuzeitliche Musik

Teilweise stark von höfischen Veranstaltungen beeinflusst, tendiert der Trend zu etwas verschnörkelter Melodien.


Theater

Vor allem in Kimbri geschätzt und gefördert, erfreut sich vor allem das tragische Theater am Hofe großer Beliebtheit, während das einfache Volk Schwänke und Bauerntheater bevorzugt.


Sport

Die beliebteste Sportart in Estradam ist Storchball und wird in allen Marken sehr gerne gespielt. Jedes Jahr wird zu Ehren Estradamus ein Storchball-Turnier am Estradamus-Tag veranstaltet, in der jeweils die beste Mannschaft jeder Mark gegeneinander antritt.

Die Vorausscheidungen beginnen meist direkt am nächsten Tag, um die Menge der Mannschaften überhaupt Herr zu werden.

Nationale Feiertage

Tag der Vereinigung, auch Estradamus-Tag genannt, landesweit.

  • Sommersonnenwende (Bier wird gebraut und ein spezieller Käse wird zubereitet, die Leute tragen Blumen- und Laubkränze und verbringen die ganze Nacht singend an Lagerfeuern), landesweit.


Märkische Feiertage


Magie

95% der Bevölkerung fürchten sich vor Magie und haben bislang nur in Schauergeschichten von Dämonen und Magie gehört. Das bedeutet, arkane Magie ist äußerst selten und tritt dann meist im Zusammenhang mit Alchimie auf. Es gibt vier Hofmagi, jeweils einen an jedem Fürstenhof. Magier gelten für die meisten Estradamer (auch Ritter und Bürger) als seltsame Menschen mit spitzen Hüten, weißen Bärten und Roben mit Sternen, außerdem sei Magie nichts für Menschen… Diese Einstellung ist teils einfach durch Unwissenheit, teils durch den Schock des Grenzkrieges geprägt. Es heißt, Magier hätten in Estradam vier Möglichkeiten:

Keine dieser Möglichkeiten ist für einen Bürger, erst recht für einen mit magischem Talent, sonderlich attraktiv. Und jeder davon hat andere Nachteile…

Naturmagie kommt in Form von “weisen Leuten” und Kräuterfrauen häufiger vor; es ist eine Mischung aus sogenannter “unbewusster Magie” und Pflanzenheilkunde. Schamanismus ist fast gänzlich unbekannt.